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90 Kilometer Glaube und Gemeinschaft

Ruderting, den 16.04.2018

90 Kilometer Glaube und Gemeinschaft PNP-Bericht vom 14.04.2018

Rund 2000 Wallfahrer machten auf ihrem Weg nach Altötting Rast im Pockinger Zentrum

 

Pocking. Für die einen ist es ein tolles Gruppenerlebnis, für die anderen eine wichtige Zeit zum Beten und Vorbringen von Bitten. So unterschiedlich die Motive auch sind: Gestern machten sich rund 2000 Wallfahrer bereits um 4.45 Uhr auf den gemeinsamen Weg vom Passauer Dom nach Altötting. Die Jugendfußwallfahrt des Bundes der Katholischen Jugend ist rund 90 Kilometer lang und dauert zwei ganze Tage – da sind Pausen kostbar. Rast und Station gab es deshalb gestern Mittag im Pockinger Zentrum an der Pfarrkirche St. Ulrich, bevor es weiterging nach Parzham.

„Das macht richtig süchtig“, erzählt Sabine Schuster aus Freyung. Bei der Jugendfußwallfahrt ist sie bereits zum 22. Mal mit dabei. „Damals mit 15 Jahren habe ich aus der Laune heraus mit einer Freundin teilgenommen.“ Heute läuft sie einen Teil der Strecke mit ihrem Sohn und freut sich Jahr für Jahr auf die altbekannten Gesichter.

Es müssen wohl nicht immer die Altbekannten sein, es werden auch neue Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen: „Die Jugendfußwallfahrt ist super für die Gemeinschaft und das Kennenlernen von Leuten“, erzählen die drei Niederbayern Stephan Knon, Helmut Mader und Simon Jungwirth aus Neukirchen vorm Wald und Ruderting, die sich für die restliche Strecke einer Wallfahrer-Gruppe aus Wegscheid angeschlossen haben.

Und sogar die Liebe lässt sich auf dem mühseligen Weg von Passau nach Altötting finden: Die beiden Tiefenbacher Christina und Robert Roßgoderer haben sich auf der Wallfahrt kennen gelernt. Bereits seit neun Jahren sind sie ein Paar. Und dieses Jahr feiern sie den ersten Hochzeitstag. Zur Ehre dessen nehmen sie wieder an der Wallfahrt teil, diesmal auch in Begleitung von Hündin Fili. Die Jugendfußwallfahrt steht 2018 ganz im Zeichen des dritten Diözesanpatrons, dem heiligen Bruder Konrad und seinem 200. Geburtstag, weshalb die Wallfahrt-Strecke Passau-Altötting erstmalig über dessen Geburtsort Parzham führt, erzählen die beiden Routenleiter Matthias Geier und Birgit Klein. Hier wird dann im Venushof symbolisch Brot ver- und geteilt. Danach geht es für die Wallfahrer nach Malching zu den Unterkünften.

Heute geht es für die Gläubigen weiter über Ering, Simbach und Stammham nach Altötting, wo der gemeinsame Einzug mit dem Osterhofener Zug, der auch seit gestern unterwegs ist, in die Basilika erfolgt. Hier findet die Reise ihren krönenden Abschluss für etwa 7000 Wallfahrer. mel

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: 90 Kilometer Glaube und Gemeinschaft